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VIDEO BERICHT: Tausende Demonstrieren In Bonn Gegen Den Krieg PDF Print option in slimbox / lytebox? (info)

_MG_9607BONN (04.12.2011) - Mehrere tausend Menschen versammelten sich am 03.11.2011 unter dem Motto „Sie reden von Frieden, Sie führen Krieg – Truppen raus aus Afghanistan!“ in Bonn, um gegen den Krieg in Afghanistan zu protestieren. Seit zehn Jahren führt die Bundeswehr gemeinsam mit der NATO Krieg am Hindukusch. Auch die Afghanistankonferenz auf dem Petersberg geht 10 Jahre nach dem Beginn des Krieges in eine zweite Runde. Die verschiedensten antimilitaristischen, linken und revolutionären Gruppen riefen zu Protesten gegen das Treffen der Kriegsminister auf.

Um 11.30 Uhr begann die Kundgebung auf dem Bonner Kaiserplatz, auf der neben RednerInnen der Friedensbewegung auch eine Parlamentarierin aus Afghanistan sprach. Die Demo zog durch die Bonner Innenstadt und machte auf die Kriegskonferenz und das Geschehen in Afghanistan aufmerksam. Viele Menschen schlossen sich der Demonstration an.

Wir organisierten gemeinsam mit unserem bundesweiten Bündnis „3A - Revolutionäre Bündnis“, der interventionistischen Linken und einigen lokalen Gruppen einen internationalistischen Block, an dem sich rund 700 - 800 Personen beteiligten. In unserem Block wurden unter anderem Reden vom 3A Bündnis, der Radikalen Linken Bochum, von CENI, der Linksjugend ‘solid und einem tamilischen Genossen gehalten.

Als der Block an einem Gebäude des Bauriesen HOCHTIEF vorbeizog, wurde dieses, im Anklang an die Kampagne „War starts here!“ farblich markiert. Dadurch sollte vor allem auf die Rolle dieser Firma als einer der Hauptprofiteure des Afghanistankrieges aufmerksam gemacht werden. Hochtief hat nun in Afghanistan (ähnlich wie 1979) quasi eine Stellung als Staatsbauunternehmen.

Durch den internationalistischen Block wurde eine radikale Position gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung in die Demonstration getragen.

Auf der Abschlusskundgebung wurde der Redner der Partei Bündnis 90 / Die Grünen, Hans-Christian Ströble, bei seiner Rede gestört. Er wurde mit der Parole „Blut, Blut, Blut an deinen Händen“ und Eiern „beworfen“. Wir halten einen Redner einer Kriegspartei auf einer Antikriegsdemonstrationen für nicht tragbar.

Wir werten die Demonstration und die Mobilisierung, besonders für den internationalistischen Block als Erfolg. Wir werden weiter gegen imperialistische Kriege demonstrieren und an einer revolutionären Perspektive arbeiten, um den Kapitalismus zu überwinden.

 

ADGH, Rote Antifa [NRW], SOL NRW, YDG, KGÖ

 

Kurzes Video über die Demo und Aktion gegen die Rede von Ströbele auf der Endkundgebung.

 

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